Wir der Knoblauch zum Malariamittel der Zukunft? Mit dieser Frage
befassen sich Forscher der University of Toronto, die Disulfidbestandteile
des Liliengewächses bei malariainfizierten Zellen testeten. Es könnte
sein, dass Disulfide das so genannte Glutathion-System innerhalb
der Zelle beeinflussen. Glutathion wirkt ähnlich wie das Vitamin
C als Antioxidans gegen eine Zellschädigung und neutralisiert schädliche
Sauerstoffmoleküle (freie Radikale), weiters stärkt es das Immunsystem.
Ohne Glutathion wäre eine Zelle nicht überlebensfähig. Besonders
wichtig ist Glutathion für sich schnell reproduzierende Zellen wie
Krebs- oder malariainfizierte Zellen. Ajoen, ein Disulfid, wie es
im Knoblauch vorkommt, blockiert Gluthation, die Zellen sterben
ab. Vielleicht wird Knoblauch bald auch zur Behandlung zahlreicher
Krebsarten eingesetzt. Knoblauch wird bereits bei Herzerkrankungen,
Erkältungen und zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt.
Für eine vergrößerte
Ansicht der Karikatur klicken Sie bitte auf das Bild! (Achtung längere
Ladezeit!)
Inwieweit eine Verbesserung der Immunabwehr für
den einzelnen Patienten wichtig ist, muß jeder ganzheitlich
arbeitende Kollege selbst entscheiden, auch wenn es (leider noch)
keine Untersuchungen in Richtung unseres Faches, der Zahnheilkunde,
gibt.