Knoblauch bald Malaria- und Krebsmedikament?

 

Wir der Knoblauch zum Malariamittel der Zukunft? Mit dieser Frage befassen sich Forscher der University of Toronto, die Disulfidbestandteile des Liliengewächses bei malariainfizierten Zellen testeten. Es könnte sein, dass Disulfide das so genannte Glutathion-System innerhalb der Zelle beeinflussen. Glutathion wirkt ähnlich wie das Vitamin C als Antioxidans gegen eine Zellschädigung und neutralisiert schädliche Sauerstoffmoleküle (freie Radikale), weiters stärkt es das Immunsystem. Ohne Glutathion wäre eine Zelle nicht überlebensfähig. Besonders wichtig ist Glutathion für sich schnell reproduzierende Zellen wie Krebs- oder malariainfizierte Zellen. Ajoen, ein Disulfid, wie es im Knoblauch vorkommt, blockiert Gluthation, die Zellen sterben ab. Vielleicht wird Knoblauch bald auch zur Behandlung zahlreicher Krebsarten eingesetzt. Knoblauch wird bereits bei Herzerkrankungen, Erkältungen und zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt.

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Inwieweit eine Verbesserung der Immunabwehr für den einzelnen Patienten wichtig ist, muß jeder ganzheitlich arbeitende Kollege selbst entscheiden, auch wenn es (leider noch) keine Untersuchungen in Richtung unseres Faches, der Zahnheilkunde, gibt.

Quelle: Jahrestagung der American Society of Tropical Medicine and Hygiene in Atlanta (11. bis 15. November 2001), http://www.astmh.org/meetings/50th_call_for_papers.html
Copyright der Karikatur: Brigitte Neumann, 1997.